Strukturelle Veränderungen in der Arbeitswelt sind der Kern und die Wurzel meiner wissenschaftlichen Arbeit. Denn die Frage, warum Erwerbsarbeit — noch dazu verengt auf den Bereich abhängiger Beschäftigung — alle anderen gesellschaftlichen Teilsysteme derart dominiert, daß Arbeitsmarkt- bzw. Wirtschaftpolitik zu einem alles andere überlagernden politischen Thema wird, hat mich von Anfang an beschäftigt und letztendlich zu meinem Studium gebracht.


Hat sich das Modell der deutschen (Erwerbs-)Arbeitsgesellschaft angesichts von "Globalisierung", Struktur- und Wertewandel überlebt ?
Ist eine lohn- und gehaltsarbeitszentrierte Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung mit dem ihr zugrundeliegenden Verständnis von Arbeit noch zeitgemäß ?

Welche Auswirkungen haben die Veränderungen in der Ausgestaltung und dem Verständnis von Arbeit auf die Gesellschaft, das soziale Miteinander und den Einzelnen ?
Müssen die Fragen nach einem Recht auf Arbeit und die Humanisierung der Arbeitswelt wieder neu gestellt werden ?


Wird Arbeit über die Dimension Zugang wieder zum Gegenstand sozialer Spaltung ?
 

Diese Fragen sind für mich von zentraler Bedeutung, denn in der Arbeitswelt kommen strukturelle Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft am deutlichsten zum Tragen; gleichzeitig greifen Veränderungen in der Arbeitswelt tief in alle anderen Lebensbereiche ein. Somit finden wir in der Gestaltung von Arbeit und Arbeitswelt zentrale Elemente für die Gestaltung unserer Zukunft, die es wissenschaftlich zu begleiten und zukunftsfähig zu formen gilt. Daran arbeite ich mit!

 

© Christian Trapp 2003